Prokrastination – Ziele erreichen ohne Umwege

Die Küche ist geputzt, der Schreibtisch aufgeräumt, die Aussicht vor dem Fenster mal wieder bis ins kleinste Detail eingeprägt – doch einem Häkchen am größten To Do ist man trotz all dieser Aktivität nicht nähergekommen. Besonders in unserer digitalen Welt kennt fast jeder dieses Phänomen: die Prokrastination. Man schiebt Aufgaben vor sich her und lenkt sich stattdessen mit einfacheren Dingen ab, Dinge, die schnell zu erledigen sind. Der jetzt neu sortierte Kühlschrank gibt so ein kurzes Gefühl des Erfolgs und tröstet darüber hinweg, dass der ausstehende Bericht heute doch nicht geschrieben wurde.

Prokrastination – Ziele erreichen ohne Umwege

Die Küche ist geputzt, der Schreibtisch aufgeräumt, die Aussicht vor dem Fenster mal wieder bis ins kleinste Detail eingeprägt – doch einem Häkchen am größten To Do ist man trotz all dieser Aktivität nicht nähergekommen. Besonders in unserer digitalen Welt kennt fast jeder dieses Phänomen: die Prokrastination. Man schiebt Aufgaben vor sich her und lenkt sich stattdessen mit einfacheren Dingen ab, Dinge, die schnell zu erledigen sind. Der jetzt neu sortierte Kühlschrank gibt so ein kurzes Gefühl des Erfolgs und tröstet darüber hinweg, dass der ausstehende Bericht heute doch nicht geschrieben wurde.

Andere prokrastinieren wiederum, indem sie sich intensiv mit ihrer To Do Liste beschäftigen und mehrere Stunden mit ausgiebigem Organisieren verbringen, ohne sich einer tatsächlichen Aufgabe auf ihr zu widmen. Die Typen der Prokrastination sind so unterschiedlich, wie wir selbst.

Aber wieso prokrastinieren wir überhaupt, wenn wir so das positive Gefühl, ein wichtigeres Ziel erreicht zu haben, aufschieben? Und wie können wir aus diesen frustrierenden Verhaltensmustern ausbrechen? Als erstes ist es wichtig, Prokrastination richtig zu verstehen. Wir lenken uns durch andere Aktivitäten von größeren Aufgaben ab. So erreichen wir durch eine weniger anstrengende Arbeit das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Verhaltensforschern zu Folge verleiht dies den Eindruck, Energie gespart zu haben. Wir können uns trotz geringerer Anstrengung auf die Schulter klopfen: Der 5-seitige Bericht ist nicht verfasst, aber die Küche ist geputzt, also war ich nicht untätig.

Damit uns die Prokrastination nicht mit mehr Stress bestraft und uns so im Nachhinein doch mehr Energie kostet

  • Der erste Schritt ist für einige womöglich der unangenehmste – das Eingeständnis. Um ein Verhalten abzulegen, muss man es zunächst erkennen und sich eingestehen. Und gerade bei diesem Thema kann man sich sicher sein, nicht allein zu sein. Beobachtet man sein eigenes Verhalten kritisch, kann man sich selbst beim Prokrastinieren erwischen und sich wieder an die eigentliche Arbeit machen.


Verhaltensforscher und Psychologen haben jedoch auch weniger schwammige Tipps gegen dieses lästige Phänomen in petto. Zunächst ist der Arbeitsplatz dran: eliminiere alles, was dich regelmäßig zum Aufschieben verleitet. Sind es Social Media oder ähnliches, gibt es sogar hilfreiche Apps, welche konzentriertes Arbeiten fördern, wie zum Beispiel „Forest“. Erhältlich für Google Play Store und Apple App Store, kann man sich mit Hilfe dieser App fast spielerisch von der Ablenkung abhalten.

 

  • Ein anderer Weg aus der Ablenkung führt über die Kommunikation. Erzählt man anderen seine Pläne und Ziele, steigert dies den persönlichen Druck und die Wahrscheinlichkeit, dass man sein Bestes gibt. Da Prokrastination oft auch aus einem unbewussten Gefühl der Überforderung resultiert, kann auch die Priorisierung helfen. Hierbei kann zum Beispiel eine Auflistung der Aufgaben in einer Eisenhower Matrix helfen. Auch das Aufbrechen eines großen ToDo’s in mehrere Zwischenritte kann diesem Gefühl entgegenwirken.
  • Ein letzter Schritt, der hierauf aufbaut, erfordert vielleicht etwas Mut aber gibt dafür ein umso größeres Erfolgserlebnis. Wenn man mit einer etwas unangenehmeren Aufgabe beginnt, fällt der Rest umso leichter. Wiederholt man diese Vorgehensweise, wird sie schon bald zur Routine und das fokussierte Arbeiten fällt mit jedem Schritt leichter.

Diese verschiedenen, komplementären Methoden können helfen, das Prokrastinieren nach und nach  zur Geschichte zu machen. So fällt das fokussierte Arbeiten leichter und Ziele werden ohne Umwege erreicht.