Ingwer - Exotische Multifunktionsknolle

Ingwer ist vor allem eines: vielseitig. Die Wurzel wird in den verschiedensten asiatischen Speisen verwendet, gibt aber auch einer Vielzahl an leckeren Getränken ihre Würze. In erster Linie wird dabei auf seine Schärfe und wärmende Eigenschaft gesetzt. Dabei passiert hinter den Kulissen noch viel mehr. Was die kraftvolle Ingwerwurzel in puncto Gesundheit auf dem Kasten hat, erfahrt Ihr hier!

Ingwer - Exotische Multifunktionsknolle

Ingwer ist vor allem eines: vielseitig. Die Wurzel wird in den verschiedensten asiatischen Speisen verwendet, gibt aber auch einer Vielzahl an leckeren Getränken ihre Würze. In erster Linie wird dabei auf seine Schärfe und wärmende Eigenschaft gesetzt. Dabei passiert hinter den Kulissen noch viel mehr. Was die kraftvolle Ingwerwurzel in puncto Gesundheit auf dem Kasten hat, erfahrt Ihr hier!

Vitaminbombe: was kann die Wurzel?

Die Wurzel der Ingwerpflanze – offiziell als „Rhizom“ bezeichnet – enthält ätherische Öle, Vitamin C, Antioxidantien und zahlreiche Spurenelemente, zum Beispiel Magnesium und Eisen.

Diese vielseitigen Inhaltsstoffe machen Ingwer zu einem beliebten Hausmittel bei Erkältungen. Hierfür wird er am liebsten als heißer Tee zubereitet, am besten mit etwas Zitrone für einen extra Vitamin-Kick. Die gewaschene Knolle sollte hierfür allerdings nicht geschält werden, um das beste aus ihr herauszuholen!

Weniger bekannt ist auch die Verwendung der Wurzel bei Übelkeit und Verdauungsproblemen. Diese Eigenschaft der Wurzel macht sie zu einer beliebten Zutat in Mitteln gegen Reiseübelkeit. Wer also eine lange Autofahrt vor sich hat, kann einmal dem scharfen Ingwertee eine Chance geben!

Ursprung: Die Wurzel der Gesundheit

Schon im antiken Rom galt Ingwer als Luxusgut. Diesen Ruf verdankte die Wurzel in erster Linie ihren vermeintlichen Heilkräften. Die genaue Herkunft der Knolle ist heute nicht mehr nachvollziehbar, ihr Ursprung wird jedoch im asiatischen Raum vermutet.

Auffällig ist allerdings, dass sich ihr Ruf als Wundermittel von der antike bis ins Mittelalter durchgesetzt hat. Heutzutage findet sich Ingwer hierzulande in fast jedem Supermarktregal und ist von den meisten Getränke- und Speisekarten kaum noch wegzudenken.

Meist handelt es sich dabei allerdings um Importware: wir erklären Euch gleich, wie ihr die Pflanze mit dem guten Ruf ganz leicht selbst heranzieht!

Exot ohne Reisen: Ingwer selbst pflanzen

Der in deutschen Supermärkten erhältliche Ingwer hat oft schon einen langen Weg hinter sich, was auch einen Einfluss auf seine vielen Eigenschaften haben kann. Dabei lässt sich die Wunderwurzel auch ganz leicht selbst anpflanzen! Mit diesen sieben Schritten geht’s ganz leicht:

  • Zum Keimen sollte die Wurzel über Nacht in lauwarmes Wasser gelegt werden
  • Eine große Schale mit 2/3 Erde befüllen und die Ingwerwurzel hineinsetzen. Ein Blumentopf eignet sich auch, doch eine Schale bietet den sich seitlich ausbreitenden Wurzeln mehr Raum!
  • Mit ca. zwei Centimetern Erde bedecken und vorsichtig festdrücken
  • Die Erde mit lauwarmem Wasser anfeuchten – am besten funktioniert das mit einer Sprühflasche
  • Da Ingwer eine Tropenpflanze ist: Die Schale mit etwas Frischhaltefolie oder ähnlichem bedecken und eine kleine Öffnung hineinpieksen. So schafft Ihr ausreichend Luftfeuchtigkeit, ohne die Pflanze im Keim zu ersticken.
  • Die Schale an einen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung und Zug platzieren, der dennoch genug Licht und Wärme bietet.
  • Die Erde täglich mit einer Sprühflasche befeuchten und gelegentlich die Folie anheben, um den Luftaustausch anzuregen

Am besten beginnt ihr mit dem Einpflanzen im Frühjahr, um der neuen Pflanze genug Licht zu bieten. Ihr müsst wahrscheinlich ein paar Wochen auf den ersten Trieb warten, doch dann ist es Zeit sie in einen größeren Topf zu pflanzen. Von nun an freut sie sich auch über mehr Sonne – Also: Umtopfen und mit jedem Tag an einen sonnigeren Ort gewöhnen. Nach mehreren Monaten werden sich die Blätter gelb färben, und Ihr könnt Eure erste eigene Ingwerknolle ernten!