Ein Leben im Gleichgewicht

Ein Leben im Gleichgewicht – das streben immer mehr Menschen in den westlichen Industrieländern an. Zu lange war das Leben einseitig auf Leistung und Wachstum ausgerichtet. Das Gefühl der Ganzheit und Verbundenheit blieb auf der Strecke.

Was als Gleichgewicht empfunden wird, ist individuell verschieden und verändert sich im Laufe des Lebens immer wieder. Generell aber gilt: Die zu starke Ausprägung eines Extrems – ob Anspannung oder Entspannung, ob unter Menschen oder alleine sein, ob völlen oder fasten – tut uns nicht gut.

Wie kann es gelingen, ein aktives, erfülltes Leben zu leben und dieses Gleichgewicht für sich immer wieder neu zu finden? Mit kleinen Anregungen und Denkanstößen möchte unser SAMANA®-Journal dazu beitragen.

Unser Thema heute:   Ayurveda – Herbst und Winter bringen einen Vata-Schub

„Ayurveda ist die Kunst des täglichen Lebens in Harmonie mit den Gesetzen der Natur“, schreibt Dr. Vasant Lad, Schulmediziner und Ayurveda-Arzt *. Dabei geht es vor allem darum, die drei Grundenergien (Doshas) des Körpers – Vata, Pitta, Kapha – auszubalancieren.

Vata = die Energie der Bewegung (basierend auf den Elementen Raum und Luft)

Pitta = das Prinzip des Stoffwechsels (basierend auf dem Element Feuer)

Kapha = die Energie der Struktur und Festigkeit (basierend auf den Elementen Wasser und Erde)

Jeder von uns kommt mit einer einzigartigen Kombination und Ausprägung dieser Doshas auf die Welt. Sie bestimmen viele unserer körperlichen, mentalen und emotionalen Eigenarten. Solange wir in Übereinstimmung mit unserer Konstitution leben, fühlen wir uns ausgeglichen und leistungsfähig.

Welcher Konstitutionstyp sind Sie?

® https://www.ayurveda-koenigsfeld.de/konstitutionstest

Einflüsse von außen – ob ungesunde Ernährung, übermäßiger Stress, Mangel an Ruhe oder Bewegung oder auch unterdrückte Gefühle – können das Gleichgewicht unserer Doshas stören.

Auch die Jahreszeiten bringen Einflüsse mit sich, die es auszubalancieren gilt: Sind Herbst und Winter trocken, kalt und windig, verstärken sie das Vata-Dosha. Vata-Menschen müssen in dieser Zeit besonders darauf achten, sich warm anzuziehen und warme, schwere Speisen zu sich zu nehmen. Die Wärme und Feuchtigkeit eines Dampfbades tun ihnen ebenfalls gut.  

Kapha-Menschen dagegen leiden am meisten unter nassem, wolkigem und kaltem Wetter, wie es oft im Winter und zu Frühjahrsbeginn vorherrscht. Sie sollten dann leichte, trockene Nahrung bevorzugen und auf jeden Fall aktiv bleiben.

Wer gelernt hat, auf sich zu achten, wird schnell merken, wenn eines seiner Doshas überschießt, und kann gegensteuern – durch Ernährung, Lebensweise oder ayurvedische Anwendungen. So lassen sich alle Jahreszeiten genießen!

Als Fußnote: Für ein tieferes Eintauchen in die Ayurveda-Welt:

Vasant Lad, Selbstheilung mit Ayurveda, München 2010.