Den eigenen Rhythmus finden

Es ist soweit! Am 20. März hat der Frühling begonnen. Seit einigen Wochen spüren wir es schon: Es geht wieder bergauf, denn die Tage werden deutlich länger. Schon im Februar hat sich die Tageslichtphase um weitere eineinhalb Stunden verlängert und seit dem Beginn der Sommerzeit sind die Tage noch länger geworden. Das gibt Auftrieb!

Auch wenn der April beim Wetter bekanntlich macht was er will, spüren diesen Auftrieb aktuell auch unsere tierischen und pflanzlichen Begleiter. Das morgendliche Aufstehen wird von Vogelorchestern begleitet, der Arbeitsweg durch Magnolien und Narzissen bunt gefärbt und vereinzelte sonnige Wochenenden laden sogar schon zu gemütlicher Gartenarbeit ein.

Es fühlt sich gut an, wenn die Energie in den Körper zurückkehrt, denn an dieser mangelt es in der lichtarmen und kalten Jahreszeit oft. Vielleicht könnten wir uns auch einmal von den Rhythmen der Natur leiten lassen: von Jahreszeiten, Mondphasen und Tageszeiten. Denn diese Rhythmen fungieren als natürliche Taktgeber für alles Leben auf der Erde.

Wir könnten uns fragen: Macht es Sinn, dem Körper im Winter die gleiche Leistung abzuverlangen wie im Sommer? Und ist es tatsächlich notwendig? Gäbe es die Möglichkeit, sich zu bestimmten Phasen des Monats mehr Pausen zu gönnen? Ließe sich die Arbeitszeit besser dem eigenen Biorhythmus anpassen?

Mehr zu spüren statt zu planen, mehr im Rhythmus der äußeren und inneren Natur mitzuschwingen statt etwas zu erzwingen – das könnte ein Weg zu mehr Wohlbefinden und innerem Gleichgewicht sein. Vielleicht können wir uns ja so die noch frischen Frühlingsgefühle ganzjährlich erhalten? Das wäre doch ein probates Ziel für 2019.